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Blatt mit Wassertropfen

„Wenn Menschen einfühlsam gehört werden, wird es ihnen möglich, ihren inneren Erlebnisstrom deutlicher wahrzunehmen.“

Carl Rogers


Psychotherapie

Wenn Sie unter psychischen Beschwerden leiden oder unter körperlichen Beschwerden, die möglicherweise psychisch mitverursacht werden, dann ist es sinnvoll, über eine Psychotherapie nachzudenken.

Psychotherapie ist ein Behandlungsansatz, der in den vergangenen Jahrzehnten intensiv beforscht wurde. Für einige Psychotherapieverfahren stellte sich dabei eine sehr gute Wirksamkeit heraus. Die Kognitive Verhaltenstherapie, in der ich ausgebildet bin, gehört zu diesen wirksamen Therapieverfahren. Als so genanntes „Richtlinienverfahren“ ist sie von den Krankenkassen in Deutschland anerkannt.

Bei dieser Form der Psychotherapie liegen Sie nicht auf der Couch, sondern wir sitzen einander auf Sesseln gegenüber und führen Gespräche.

Jedes Gespräch dauert in der Regel 50 Minuten und findet üblicherweise einmal pro Woche statt. Je nach Problematik dauert die Gesamtbehandlung mehrere Wochen bzw. Monate, in einigen Fällen auch Jahre.

Häufig befürchten Menschen, ein Psychotherapeut sei in der Lage, sie zu durchschauen, alle ihre Gedanken und Gefühle sofort zu erkennen.

Diese Angst ist verständlich, aber unbegründet. Einen solchen „Röntgenblick“ besitze ich nicht.

Aufgrund meiner Ausbildung und meiner beruflichen Erfahrung bin ich jedoch in der Lage, Sie leichter zu verstehen als Sie es von Personen Ihrer Umgebung möglicherweise gewohnt sind.

Mit welchen Beschwerden können Sie zu mir kommen?

Die Probleme und Beschwerden aufgrund derer sich Menschen in eine Psychotherapie begeben, können sehr unterschiedlich sein.

Vielleicht finden Sie sich mit Ihren Beschwerden in der folgenden Auflistung wieder:

  • Ängste

    Beispiele sind: Befürchtungen, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, sich in Menschenmengen oder auf öffentlichen Plätzen zu befinden, alleine mit Bahn, Bus oder Flugzeug zu reisen. Panikattacken mit Herzrasen und Todesangst. Furcht vor anderen Menschen und dem, was diese über einen denken könnten. Vermeidung sozialer Situationen. Einhergehende Beschwerden sind z.B. niedriges Selbstwertgefühl, Furcht vor Kritik, Angst zu erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen. Große anhaltende Sorgen, dass in der Zukunft etwas Schlimmes passieren könnte. Ängste vor bestimmten Tieren, Höhen, Gewitter, Dunkelheit, Flugreisen, geschlossenen Räumen, der Benutzung öffentlicher Toiletten, dem Genuss bestimmter Speisen, Zahnarztbesuchen oder dem Anblick von Blut oder Verletzungen.
  • Zwänge

    Wiederkehrende Gedanken, die sich Ihnen quälend aufdrängen und Handlungen, die Sie fortlaufend wiederholen, um dadurch Anspannung zu verringern. Diese Handlungen können z.B. zwanghaftes Kontrollieren oder Reinigen sein.
  • Depressionen

    Symptome können sein: Gedrückte Stimmung, Verminderung von Antrieb und Aktivität, Verringerung von Freude, Interesse und Konzentration, ausgeprägte Müdigkeit bereits nach geringer Anstrengung, Schlafstörungen, verminderter Appetit, beeinträchtigtes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit.
  • Burnout

    Ausgebranntsein. Körperliche und emotionale Erschöpfung, anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, Verlust der Fähigkeit, sich zu erholen.
  • Traumata

    Traumatische Ereignisse, wie z.B. schwere Unfälle, Naturkatastrophen, Kriegserlebnisse, sexueller Missbrauch, Vergewaltigung und andere Verbrechen, führen bei vielen Menschen nicht nur kurzfristig, sondern anhaltend zu bestimmten Belastungsreaktionen. Diese sind u.a. dadurch gekennzeichnet, dass sich das Trauma in Form von quälenden Erinnerungen oder Alpträumen immer wieder aufdrängt.
  • Ess-Störungen

    Beispiele wären die so genannte Ess-Brech-Sucht (Bulimie), die Magersucht (Anorexie) und bestimmte Formen des Übergewichts.
  • Sexuelle Störungen

    Beispiele wären vermindertes oder gesteigertes sexuelles Verlangen, sexuelle Abneigung oder körperliche Beeinträchtigungen im sexuellen Bereich (z.B. Orgasmusstörungen, Schmerzen).
  • Beziehungsprobleme

    Wiederkehrende Probleme in zwischenmenschlichen Kontakten. Die Probleme treten auch gegenüber verschiedenen Personen und in unterschiedlichen Situationen in immer wieder ähnlicher Weise auf und beeinträchtigen die Lebensqualität stark.

Haben Sie Ihre Beschwerden in der Auflistung wiedergefunden?

Falls nicht, dann könnte das daran liegen, dass die oben aufgeführten Problembereiche nur Beispiele sind. Es gibt darüber hinaus noch viele weitere.

Häufig fällt es Menschen aber auch schwer, ihre Probleme genau zu benennen. Sie können dann nur sagen: „Es geht mir schlecht. - Ich weiß auch nicht woran das liegt, aber irgendwie komme ich nicht mehr klar.“

Geht es Ihnen auch so?

Dann scheuen Sie sich nicht, einen Therapeuten aufzusuchen. Sie müssen Ihr Problem nicht klarer benennen können.

Ihr Therapeut wird Ihnen helfen, mehr Klarheit zu erlangen. Das könnte bereits eines der ersten Therapieziele sein.

Letztendlich geht es aber nicht nur darum, etwas besser zu verstehen, sondern dass sich Ihre Probleme verringern oder Sie sich am besten ganz von ihnen befreien können. Das ist das wichtigste Ziel einer Psychotherapie.

Worin besteht eine Psychotherapie?

In der Psychotherapie führen wir Gespräche. Sie erzählen von Ihren Problemen und ich als Therapeut höre Ihnen zu. Gemeinsam analysieren wir Ihre Probleme und erarbeiten Lösungen.

Neben dem Analysieren und Erarbeiten von Lösungen ist bereits das Sprechen und Zuhören etwas sehr Wichtiges.

„Gib Worte deinem Schmerz: Gram, der nicht spricht, presst das beladene Herz, bis dass es bricht.“
William Shakespeare, Macbeth

Zuhören ist nicht das Einzige, was ich als Therapeut tue, aber es ist sehr bedeutsam.

Indem ich Ihnen aufmerksam und geduldig zuhöre, Fragen stelle und versuche, Sie immer besser zu verstehen, haben Sie die Möglichkeit, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Dabei werden Sie Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und innere Bilder besser wahrnehmen als es Ihnen üblicherweise möglich ist. Indem wir uns gemeinsam diesen inneren Aspekten widmen, vollzieht sich bei Ihnen bereits ein heilsamer Prozess.

Dieser Vorgang wird nicht immer einfach für Sie sein. Sie können davon ausgehen, dass es Dinge in Ihrem Leben gibt, an die Sie nur sehr ungern denken. Vielfach sind Ihnen diese im Alltag gar nicht bewusst.

Es handelt sich dabei um Gedanken, die mit belastenden Gefühlen verbunden sind, z.B. mit Angst, Scham, Schuld oder auch Wut.

Zwar ist es häufig nicht angenehm, sich mit diesen Gefühlen und den entsprechenden Gedanken zu beschäftigen, aber es hat auch etwas sehr Befreiendes.

Am Ende dieses Weges wartet ein größeres Maß an Lebensfreude und Gesundheit auf Sie.

Damit Sie dieses Ziel leichter erreichen können, mag es für Sie hilfreich sein zu wissen, dass ich Sie als Mensch akzeptiere so wie Sie sind.

Auch wenn Sie über Dinge berichten, die Ihnen vielleicht peinlich sind, für die Sie sich möglicherweise schämen oder schuldig fühlen, respektiere ich Sie als Person.

Es ist mir wichtig, dass Sie die Freiheit haben, Sie selbst zu sein – oder durch unsere Gespräche immer mehr Sie selbst zu werden.

Meiner Erfahrung nach bedeutet Psychotherapie mehr als die Verringerung von Beschwerden. Sie ist auch ein Prozess der Persönlichkeitsentfaltung.

Am Ende werden Sie mehr Sie selbst sein.

„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzhafter wurde als das Risiko zu blühen.“
Anais Nin